...einige kommen für das Schauspiel und hassen die Musik, andere kommen nur für die Musik, während sie das Drama wie eine auferlegte Buße empfinden.”

 

Die Musik, die Eccles, die Brüder Purcell, Locke und andere Komponisten

für die englische Bühne schrieben, umfasste Lieder / Arien,

Chöre, Ouvertüren, Orchestertänze und Zwischenaktstücke,

zeremonielle Szenen und Maskenspiele.

 

Eine Gattung, die in dieser Zeit ganz besonders beliebt war, war die Wahnsinnsarie (“mad song”), in der eine weibliche Figur ihren großen Schmerz über eine unerwiderte oder grausam beendete Liebe zum Ausdruck bringt. Diese ermöglichten musikalischen Freiraum zu Extremen des Ausdrucks, mit Tempowechseln, Stimmungsumschwüngen, melodischen Brechungen und der allgemeinen Unvorhersagbarkeit, die gewöhnlich die musikalische Sprache des Wahnsinns ausmachen.

 

In dem Programm „Verrückt nach Musik“ vereinen sich englische Bühnenmusik u. a. zu Schauspielen von William Shakespeare mit Betrachtungen von und über Shakespeare.

 

"Verliebten und Verrückten kocht das Hirn.

Die Phantasie treibt Blüten,

fabuliert mehr als ein klarer Kopf verstehen kann."

(Ein Sommernachtstraum, Shakespeare)

 

Uta Singer, Sopran; Barbara Hofmann, Gambe; Hartmut Ledeboer, Flöte

Thomas Ihlenfeldt, Chitarrone; Rolf Schönlau, Lesung